Monatsarchiv für März 2002

Archive - You All Look The Same To Me

Dienstag, den 12. März 2002

Londinium, das Debütalbum von Archive, gehört zu den schönsten TripHop-Werken überhaupt. Damals ließen Darius Keeler, Danny Griffith, Rosko John und Roya Arab feine Beats, reduzierte, symphonische Klänge und analoge Sounds in einer traurigen Stimmung versinken. Es waren vier junge Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Wurzeln, deren Frustrationen und Sehnsüchte eine gemeinsame Basis bildeten — und Spannungen. (more…)

Seu Jorge - Carolina

Montag, den 11. März 2002

Jorge Mário da Silva alias Seu Jorge ist ebenso Überlebenskünstler wie Multitalent. Aufgewachsen in den Elendsvierteln von Rio de Janeiro, musste er sich schon als Kind allein durchschlagen. Jahrelang gehörte Seu Jorge zu den verstoßenen Straßenkindern Brasiliens, bis er sich einer Theatergruppe anschloss und sich dann als Musiker verdingte.

Ein Märchen mit Happyend? “Samba ist ein Weg zum Überleben”, heißt es treffend im Dokumentarfilm des finnischen Kultregisseurs Mika Kaurismäki Moro no Brasil, in dem auch Seu Jorge eine Rolle spielt: als Schauspieler und Komponist. (more…)

Johnny Cash - American III: Solitary Man

Dienstag, den 5. März 2002

1986 feuerte die Plattenfirma CBS Johnny Cash nach 28 Jahren Zusammenarbeit. Zwischenzeitlich schien es fast, als sollte der große Mann des Country & Western in Vergessenheit geraten. Selbst damals neu auf den Markt kommende Musikbücher wie zum Beispiel das Rock Musik Lexikon von Christian Graf übergingen den Man In Black. (more…)

Johnny Cash - American Recordings

Dienstag, den 5. März 2002

1994 verblüffte Johnny Cash die Musikwelt mit dieser eindrucksvollen Sammlung aus 13 akustischen Soloaufnahmen, die von Gospel über Cowboy bis hin zu sarkastischem Folk reichen. Minimalismus brachte bei Cash schon lange die Butter aufs Brot, aber diesmal hat sich Produzent Rick Rubin wirklich alles Überflüssigen entledigt. (more…)

Nine Inch Nails - And All That Could Have Been

Dienstag, den 5. März 2002

Frage: Worin besteht der größte Unterschied zwischen einem aggressionsgeladenen Studioalbum und einem aggressionsgeladenen Livealbum? Antwort: in der Intensität. Live: And All That Could Have Been, das auf der US-Tour 2000 Fragility 2.0 aufgenommen wurde, bietet dieses typische Merkmal im Überfluss.

Es ist hierbei eine große Hilfe, dass Trent Reznor eine Band hat und nicht nur eine Batterie von Keyboards. (more…)