Red Hot Chili Peppers - By the Way
Als die Red Hot Chili Peppers anfangs mit Leuchtfarben beschmiert auftraten und Socken von ihren Schniedeln baumelten, hätten sich selbst die getreuesten Anhänger des Funk-Metal nicht träumen lassen, dass 20 Jahre später alles noch nach dem gleichen Strickmuster verläuft. Trotz der langen Geschichte von Tragödien und der Rebellion von Mitgliedern ist das achte Album dieses Quartetts aus Kalifornien überwiegend Business as usual — und das ist gut so. Der Titel-Track “By The Way” ist ein kraftvolles, schmerzliches Stück mit Slap-Bass und eingestreuten Rap-Passagen. “Universally Speaking” ist mit energischer, gefühlvoller Hingabe Detroit, der Heimatstadt des Sängers Anthony Kiedis, gewidmet. “Lemon Trees On Mercury” hingegen klingt so unheimlich, dass es von dem Album Freaky Styley stammen könnte. Der beständige Trend der Band, sich überall ein wenig zu bedienen, tritt derweil bei “Cabron” mit seinem Latin Touch und dem stimmungsvollen “Venice Queen” zu Tage. Die größte Überraschung ist jedoch “Tear”, eine meisterliche Hommage an die Beach Boys, die einen ahnen lässt, dass der permanente Zustand blockierter Weiterentwicklung der Chili Peppers eines Tages behoben werden kann. –Aidin Vaziri
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