Stereolab - First Of The Microbe Hunters
Wenige Bands haben es so wie Stereolab geschafft, eine ganze Kategorie von Musik alleine zu dominieren. Die einzige Frage, die noch zu beantworten bleibt, wäre: Welche Kategorie? Die Grooves der Band, ihre kurios synthetischen Passagen und der verwirrend matte Gesang vermitteln den Eindruck, in einer futuristischen Diskothek zu sein, in der sich die Überlebenden eines Atomkrieges niedergelassen haben, um die Hymnen der Entfremdung zu hören. Diese erinnern dann an die “space-age bachelor pad”-Musik einer weit zurückliegenden, harmlosen Vergangenheit. Aber dies sind ja alles nur Vermutungen. Niemand weiß, wie die Musik der Zukunft sich anhören wird. (Damals herum dachten wir doch alle, dass wir eines Tages in Raumanzügen herumlaufen werden.) Aber bei Spekulationen über die Musik der Zukunft denken wir sicher an Stereolab. First Of The Microbe Hunters ist kompakt und ausführlich: Nur sieben Stücke, aber mehr als vierzig Minuten Gesamtdauer. Alles fängt mit dem an Can erinnernden Instrumental “Outer Bongolia” an, das einen ständig wiederkehrenden Rhythmus und Hook einsetzt, um Spezialeffekte darauf zu packen. “Intervals” ist eine Ballade, die mit eisiger weiblicher Stimme präsentiert wird, um sie völlig gefühllos werden zu lassen. “Retrograde Mirror Form” beendet dieses Album mit einem fröhlichen Loop. –Rob O’Connor
Tags: Stereolab








