Monatsarchiv für November 2002

System of a Down - Steal This Album

Montag, den 25. November 2002

Der Titel dieses Albums wird auf der ganzen Welt jedem anständigen Inhaber eines Plattenladens Furcht und Schrecken einjagen. Das Album besteht aus Outtakes, bei denen die aberwitzigen amerikanisch-armenischen Metal-Dissidenten System of a Down ihre Anti-Establishment-Attacken so heftig wie gewohnt vortragen. (more…)

Glassjaw - Worship and Tribute

Dienstag, den 19. November 2002

Glassjaw steht bei der Entwicklung des Hardcores an vorderster Front: fünf aus Long Island stammende Straight-Edge-Typen, die einen konsequent progressiven Umgang mit Punk-Rock pflegen und mit Worship And Tribute ein fantastisches zweites Album herausgebracht haben.

Frontman Daryl Palumbo ist die unmittelbare Verkörperung des Charakters dieser Band: In Songs wie “The Gillette Cavalcade Of Sports” und “Trailer Park Jesus” erklärt er mit seinen gewagten Texten dem dominierenden Kultur-Establishment den Krieg. (more…)

Coldplay - A Rush of Blood to the Head

Montag, den 18. November 2002

Coldplay haben ein Leben lang gebraucht, um mit dem so wunderbar selbstbewussten Debüt Parachutes zu landen. Aber es dauerte weniger als zwei Jahre, bis das stimmungsvolle britische Quartett ein meisterliches Folgealbum nachlieferte. Sie haben sich als Band auf ein Niveau entwickelt, auf dem sie fast jeden ihrer Rivalen in Sachen Fantasie und emotionaler Ausdruckskraft übertreffen. (more…)

White Stripes - White Blood Cells

Montag, den 18. November 2002

Die Rock’n'Roll-Szene spaltet sich immer mehr auf in eine Vielfalt von sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten. Die Leute mit den großen Radio-Auftritten verordnen ihren Alben dick aufgetragene Schichten von Studio-Politur, während die Rocker, die nach dem Motto “back-to-the-basics” arbeiten, ihren Sound so urwüchsig erhalten, dass sich an den Ohren der Zuhörer weiße Streifen bilden. (more…)

Pearl Jam - Riot Act

Montag, den 11. November 2002

Als letzte Überlebende des großen Seattle-Triumvirats Nirvana/Soundgarden/Pearl Jam können Eddie Vedder, Stone Gossard und Co. dieser Tage herabblicken auf ein Heer von hypererfolgreichen Pathos-Rockern à la Creed und Nickelback, die sich auf den — Achtung, das böse Wort — Grunge der 90er-Jahre berufen, aber einen breitbeinigen Testosteron-Stadion-Rock auftischen, mit dem Pearl Jam nie viel zu tun hatten und heute noch viel weniger haben. (more…)