Monatsarchiv für Dezember 2002

the Flaming Lips - The Soft Bulletin

Dienstag, den 31. Dezember 2002

Das besondere und seltsame Genie der Flaming Lips kommt auf dem phantastischen Album The Soft Bulletin zur vollen Entfaltung. Jeder, der den Mumm hatte, Zaireeka tatsächlich zu hören, einen Songzyklus, der nur auf vier verschiedenen Stereoanlagen exakt gleichzeitig spielenden CDs zu hören war, weiß, was die Ober-Lippe Wayne Coyne und seine Mitstreiter aus Oklahoma City in sich hatten. (more…)

U.S. Bombs - Back at the Laundromat

Montag, den 30. Dezember 2002

Die U.S. Bombs sind seit Mitte der Neunziger eine der ersten Adressen für dreckigen In-your-face-Punkrock. Dieses echte Straßenköter-Feeling versprühen sie auch auf Back At The Laundromat. Mit einem gewohnt britischen Street-Punk-Vibe ackern sie sich durch rohe, ehrliche Songs mit coolen Hooks, die gern nach einer “entfolkten” Version der Dropkick Murphys klingen und verdammt viel Spaß machen. (more…)

Massive Attack - 100th Window

Mittwoch, den 4. Dezember 2002

In den Neunzigern war Massive Attack mit Abstand die einflussreichste Band, die Großbritannien seit Jahrzehnten hervorgebracht hatte. Alle drei Studioalben vor 100th Window waren richtungweisende Meisterwerke, und das 1991 erschienene Blue Lines wurde sogar als eines der besten britischen Alben aller Zeiten gefeiert.

Die Frage nach dem heutigen Status der Band geht ins Leere: Massive Attack ist heute ein Ein-Mann-Projekt, denn Robert “3D” Del Naja ist das einzig verbliebene Mitglied des ursprünglichen Trios. (more…)

Godspeed You! Black Emperor - Yanqui U. X. O CD

Mittwoch, den 4. Dezember 2002

Muss ein politisches Album tiefgründige Songtexte und Protestlieder haben? Muss es nicht! Godspeed You! Black Emperor sind eine Instrumental-Gruppe und doch durch und durch politisch. Das beginnt beim internen, auseinandersetzungsreichen Songwritingprozess und endet in einer Verweigerungshaltung gegenüber der Pop-Industrie. (more…)

Machine Head - Hellalive

Mittwoch, den 4. Dezember 2002

Satte 78 Minuten lang beweisen Machine Head auf Hellalive, dass sie auch nach zehn Jahren immer noch zu den besten Livebands des Thrash-Metal-Sektors zählen. Die am 8. Dezember 2001 in der Brixton Academy in London aufgezeichnete Show ist ein absolutes Highlight der Band-History. Die Riffs fräsen gnadenloser und heavier als bei sämtlichen tiefer gelegten Nu-Metal-Acts durch die Speaker, Drums und Bass grooven höllisch tight vor sich hin, und Frontmann Robb Flynn singt, schreit und wütet mit schier unerschöpflicher Power. (more…)