Monatsarchiv für Februar 2003

Queens Of The Stone Age - R

Dienstag, den 25. Februar 2003

Gewöhnungsbedürftig klingt sie, die neue Platte der Band um den ehemaligen Kyuss-Gitarristen Josh Homme, der sich bei Queens Of The Stone Age auch das Gesangsmikro unter den Nagel gerissen hat. Schon auf dem Debütalbum hatte man versucht, sich vom Kyuss-Sound zu lösen, und mit II gelingt dieses Vorhaben nun endgültig. (more…)

the Smiths - Hatful of Hollow

Montag, den 24. Februar 2003

Man denkt bei The Smiths an eine Band, aus der man sozusagen herauswächst, an eine Musik, die man sich als junger Mensch in depressiven Phasen anhörte und dann zur Seite legte, als diese überwunden waren. Solch eine Vorstellung verweigert den Smiths ihren Platz im Rock-Pantheon, nicht nur als Quelle der Inspiration für zahllose Indie-Rockgruppen, sondern auch als die Band, die die traditionellen Vorstellungen der Rock&Roll-Machos in Frage stellte. (more…)

Faith No More - King for a Day,Fool for a Life

Montag, den 24. Februar 2003

Nach den Überflieger-Platten The Real Thing (’89) und Angel Dust (’92), deren Hits “From Out Of Nowhere”, “Epic”, “Midlife Crisis” und “Easy” um die Welt gingen, hatten es Faith No More schwer, einen weiteren Longplayer von Klassikerformat rauszuhauen. Gitarrenoriginal Big Sick Ugly Jim Martin war im Streit gegangen, sein Nachfolger Trey Spruance musste sich erst noch einleben, und irgendwie waren den sonst so hyperkreativen Musikern die zündenden Songideen ausgegangen.

King For A Day, Fool For A Lifetime (’95) hat viele gute Momente, bringt die Hirnsuppe des Hörers aber nur selten wirklich zum Kochen. (more…)

Faith No More - Live at the Brixton Academy

Montag, den 24. Februar 2003

Faith No More waren ganz fraglos eine grandiose Live-Band, die selbst unter ungünstigsten Voraussetzungen das Publikum für sich zu gewinnen und zu begeistern wusste. Um so ärgerlicher ist es, daß Live At The Brixton Academy der einzige offizielle Konzertmitschnitt ist, weil dieses Album zwei gravierende Probleme hat: Zum einen ist der Sound äußerst bescheiden ausgefallen und schlechter als bei manchem Bootleg, zum anderen hatten Faith No More 1991 ihren kreativen Zenit noch lange nicht erreicht. (more…)

Johnny Cash - The Man Comes Around

Dienstag, den 18. Februar 2003

November in Deutschland: Stürme ziehen über das Land, es ist kalt und nass. Auch John R. Cash befindet sich im Spätherbst seines aufregenden Lebens. Was den 1932 in Kingsland/Arkansas geborenen Country-Outlaw nicht davon abhält, mit American Recordings IV: The Man Comes Around sein unglaubliches Comeback fortzusetzen.

Bevor Produzenten-Genie Rick Rubin den vertragslosen Ausnahmemusiker 1993 zurück ins Pop-Business holte, war Cash etwas ins Abseits geraten. (more…)