Queens Of The Stone Age - R
Gewöhnungsbedürftig klingt sie, die neue Platte der Band um den ehemaligen Kyuss-Gitarristen Josh Homme, der sich bei Queens Of The Stone Age auch das Gesangsmikro unter den Nagel gerissen hat. Schon auf dem Debütalbum hatte man versucht, sich vom Kyuss-Sound zu lösen, und mit II gelingt dieses Vorhaben nun endgültig. Die fetten Wüstenriffs sind fast vollkommen verschwunden, die straffen Songstrukturen frei schwebenden, manchmal an Jam-Sessions erinnernden Aufbauten gewichen. Die Amis orientieren sich weniger am großen Kyuss-Vorbild Black Sabbath als an drogengeschwängertem, hypnotischem Psychedelic-Rock der Sechziger und Siebziger. Manchmal klingt´s allerdings verdammt spacig, noisy und bekifft. Und es braucht einige Durchläufe, um mit den zwölf Songs warm zu werden. Dann dürfte die Scheibe aber zumindest Psychedelic-Fans gefallen. Freunde härterer Stoner Rock-Klänge sollten sich erst einmal vorsichtig an Queens Of The Stone Age herantasten und sich bei auftretenden Kontaktschwierigkeiten lieber an die legitimen Kyuss-Nachfolger Slo Burn bzw. Unida halten. –Michael Rensen
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