the Bouncing Souls - Anchors Aweigh

Die ewigen Romantiker unter den melodischen Hardcore/Punk-Bands haben sich mit ihrem vierten Epitaph-Album endgültig einen Stammplatz im Top-Repertoire des Kultlabels erkämpft und könnten bald schon in die Erfolgsregionen von Acts wie Pennywise vorstoßen.

Reifer, weiser, ehrlicher, emotionaler und musikalisch versierter seien sie geworden, behaupten die Bouncing Souls. Anchors Aweigh sei so etwas wie eine Zwischenbilanz ihrer Karriere, gleichermaßen ein Resümee des Erlebten wie ein Ausblick auf das, was noch kommen soll. Und tatsächlich haftet dem Album etwas Besonderes, Entrücktes an. Schon das edle, stimmungsvolle Artwork will nicht so recht zu einer One-two-three-four-Kapelle passen, und auch das Bandfoto im Innencover kommt verdächtig ästhetisch rüber.

Musikalisch ist bei den Souls aber weit gehend alles beim Alten geblieben. Manchmal tritt man leicht melancholisch auf die Bremse und betont die Rock’n'Roll-Roots noch etwas mehr als in der Vergangenheit, hauptsächlich wird jedoch rasanter Melody-Core mit rauem Vocal-Anstrich ausgepackt. An Kreativität und Power haben sie nichts eingebüßt, und das hohe Songwriting-Niveau dürfte sie auch über ihre nächste kleine Midlife-Crisis problemlos hinwegretten. –Michael Rensen

  • 1. Apartment 5F
  • 2. Kids and Heroes
  • 3. New Day
  • 4. Sing Along Forever
  • 5. Born Free
  • 6. Inside Out
  • 7. Simple Man
  • 8. Better Days
  • 9. Night Train
  • 10. Todd’s Song
  • 11. Blind Date
  • 12. Highway Kings
  • 13. Anchors Aweigh
  • 14. I Get Lost
  • 15. Day I Turned My Back on You
  • 16. I’m from There
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