Kelis - Tasty
Kelis Rogers befindet sich ständig im Spannungsfeld zwischen Trash und Poesie, Punk und Glamour. Hier kommt sie mit ihrem dritten Album, einer gelungenen Mixtur aus P-Funk, HipHop, Afro, Elektro und R&B. Kurz gesagt, genügend Einflüsse, um sie endlich von ihrem Etikett “Schwarze Rapperin” zu befreien, auf das sie ständig reduziert wird.
Nach einem kurzen Abstecher an die Seite von P. Diddy (Single “Let’s Get Ill”), arbeitet Kelis diesmal wieder mit den Neptunes zusammen, mit denen sie sich schon seit langem verbündet hat. Herausgekommen ist ein verführerisches Album, auf dem auch Timbaland, Dallas Austin, Raphaël Saadiq und nicht zu vergessen Nas mitwirken. Dieses Mal beschränken sich die Neptunes auf Nu-Funk der minimalistischen Sorte, der wunderbar die Erschütterungen der Stimme mitträgt, die diese würdige Nachfolgerin von Aretha Franklin auslöst. Tasty ist aufregender als Wanderland, enthält weniger Effekthascherei als Kaleidoscope, und hält das Versprechen des Titels, ein “köstliches” Album zu sein. Es macht deutlich, dass Kelis endgültig die LA-Diva des R&B dieses Jahrzehnts geworden ist. –Stéphanie Lopez
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