Monatsarchiv für Oktober 2003

Thursday - Full Collapse

Mittwoch, den 29. Oktober 2003

Thursday, 1998 in New York gegründet, verbinden kernigsten Hardrock mit einem beachtenswerten Gespür für Melodie und Melancholie. Mit seinem zweiten Album stößt das Quintett in offene Wunden und produziert einen emotional geladenen Kracher, der einen so schnell nicht wieder loslässt.

Zunächst einmal richtet sich das Ohrenmerk unweigerlich auf die exaltierte Stimme des Geoff Rickly, die, wenn sie nicht gerade explodiert, entfernt an das Organ der Cure-Nöle Robert Smith erinnert, was sich natürlich ausgezeichnet zum düsteren Hintergrund der Scheibe macht. (more…)

The Cure - Galore-the Singles 1987-1997

Montag, den 27. Oktober 2003

Standing On A Beach, der erste Singles-Sampler von Britanniens Lieblingen The Cure, war das I-Tüpfelchen einer erstaunlichen und fortschreitenden Entwicklung bei Robert Smith und Co. Dieses eher weniger interessante Album mit seinen 18 Songs dokumentiert einen kommerziellen Höhenflug, der im letzten Jahr mit Wild Mood Swings abrupt beendet wurde. (more…)

Anti-Flag - The Terror State

Montag, den 20. Oktober 2003

Mit ihrem vierten Album The Terror State legen Anti-Flag ihr bislang bestes Werk vor. Trotziger, intelligenter Polit-Punk voller Wut und hymnischem Chorgebrüll, hervorragend in Szene gesetzt von keinem Geringeren als Tom Morello (Rage Against The Machine, Audioslave usw.). Der auch außerhalb der Musik politisch hoch aktive Vierer aus Pittsburgh prangert die Zustände der Welt im Allgemeinen und deren Heimatland im Besonderen an, und präsentiert dazu im ausführlichen Booklett eine gehörige Portion Hintergrundwissen. (more…)

We - Lightyears Ahead

Montag, den 20. Oktober 2003

We entwickeln sich immer mehr zum heißesten Geheimtipp im harten Psychedelic-Rock-Bereich. Mit Lightyears Ahead düsen sie erneut durch Galaxien, in denen es auf jedem Planeten nach wunderbaren, nie gesehenen Farben riecht.

Schon mit ihrem letzten Album, Dinosauric Futurobic, verabschiedeten sich die Osloer vom etwas zerfahrenen Sound-Wirrwarr der Anfangstage und überzeugten mit nachvollziehbaren Songs von guter Qualität. (more…)

Blumfeld - Old Nobody

Montag, den 20. Oktober 2003

Goldene Regel ambitionierter deutscher Popmusik: Alles geht, nur bitte, bitte, keine Liebeslieder. Gefühl sucks. Verbotene Worte: “Tränen”, “zärtlich”, “anschmiegen”.

Und was machen Blumfeld? Vier Jahre nach ihrem beachtlichen, zweiten Album L’Etat Et Moi veröffentlicht die Band (allerdings in neuer Besetzung) Old Nobody. (more…)