Mew - Frengers
Mit verkopftem Pop und einem Gesang zwischen Brian Molkos kleinem Bruder und Sigur Ros-igem Falsett schicken sich vier Dänen unter dem Namen Mew an, im Gewimmel musikalischer Neuveröffentlichungen zu bestehen. An Originalität mangelt es dem Quartett sicher nicht, ebenso wenig an Melodiegespür oder feinsinnigen, nachdenklichen Texten. Lediglich am eigenen Kunstverstand krankt Frengers, man nimmt sich einfach zu ernst. Dadurch wirkt die Scheibe oft verkrampft und unfrei. Der androgynen Stimme des Jonas Bjerre wird ein übermächtiger Soundteppich aus Gitarren und Keyboards untergeschoben, der in dieser übertriebenen Kombination eher zur Lachnummer verkommt. Der gute Ansatz ist da, des Willens eher zu viel, was eine Neigung zu Überproduktionen mit sich führt. So klingt das Debüt der Herren um Sänger und Texter Bjerre trotz feiner Melodien meist überladen. Hätte man sich nicht so entsetzlich viel Mühe gegeben, wäre Frengers ein richtig gutes Album geworden. –Felix von Vietsch
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