Voivod - Phobos
Phobos (’97) setzt die auf dem Vorgängeralbum Negatron eingeschlagene Linie fort und transportiert Voivod endgültig in eine düstere, klinische High-Tech-Zukunft, in der der Sound von gewaltigen Robotern und interstellaren Raumschiffen dem Menschen vertrauter ist als der Gesang von Vögeln oder das Rascheln der Blätter im Wind. Neu-Sänger/Basser Eric Forrest hat sich endgültig eingelebt und kann zum ersten Mal wirklich eigenständige Akzente setzen. Seine aggressiven, aber zu jeder Zeit sehr kontrolliert ins Mikro gebrüllten Vocals nehmen den Hörer mit in jenes Morgen, das keiner von uns gerne erleben möchte, an dem wir aber alle tagtäglich tatkräftig mitbasteln. Untermalt wird sein oft verzerrter Gesang von Denis D’Amours diesmal erstaunlich groovigen Monster-Riffs, die stellenweise sogar ein wenig an den Voivod-Meilenstein Nothingface (’89) erinnern und Phobos auch für Leute interessant macht, die die Band Ende der Achtziger/Mitte der Neunziger am besten fanden und mit dem deutlich thrashigeren Negatron wenig anzufangen wussten. Die Songs sind wieder ein wenig eingängiger geraten, ohne allerdings jemals Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass in einigen Hundert Jahren kein Platz mehr für Romantik auf diesem Planeten sein wird. –Michael Rensen
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