Monatsarchiv für März 2004

Backyard Babies - Stockholm Syndrome

Mittwoch, den 31. März 2004

Im heimischen Schweden wurde Stockholm Syndrome schon kurz nach Erscheinen vergoldet, und auch in Mitteleuropa dürften die Backyard Babies mit ihrer neuen CD bleibende Spuren hinterlassen. Die Band wird immer gerne an ihrem monumentalen Longplayer Total 13 gemessen, doch da die Musiker sich mit den Jahren musikalisch wie persönlich weiterentwickelt und umorientiert haben, hinken diese Vergleiche. (more…)

John Frusciante - Shadows Collide With People

Mittwoch, den 31. März 2004

Wenn er als Solist auftritt, dann ist man bei dem Gitarristen der Red Hot Chili Peppers immer wieder verblüfft. Seine Lo-Fi-Stücke, die bewusst zurückhaltend präsentiert werden, stehen den leidenschaftlichen Ausbrüchen von Syd Barrett näher als jeder Art von Fusion: So ist es auch bei den bemerkenswerten, unverwechselbaren Stücken von Smile From The Streets und To Record Only Water For Ten Days.

Bei Letzteren wird die unerschütterliche Regel überschritten, dass auch ein netter Mensch von Anfällen benebelt werden kann, wie es die unerreichten Sky Saxon und Roky Erickson vorgemacht haben. (more…)

Cause for Alarm - Beneath the Wheel

Freitag, den 19. März 2004

Cause For Alarm sind eine der wenigen Bands, die es glaubhaft schaffen, melodischen Hardcore kalifornischer Prägung mit hartem Midtempo-Groove-Gestampfe in bester New-York-Tradition zu verknüpfen. Auch auf Beneath The Wheel gibt es wieder haufenweise erstklassige, teilweise gar mitgrölbare Melodielinien zu bewundern, und das Tempo durchbricht ein ums andere Mal die Schallmauer. (more…)

Seachange - Lay of the Land

Freitag, den 5. März 2004

Ein bitterer, manchmal moritatenhaft ätzender, folkiger Ton liegt über Lay Of The Land, dem Debütalbum von Seachange, deren dunkler, gitarrenbetriebener Post-Industrial-Rock dem einen oder anderen bei Konzerten von And You Will Know Us By The Trail Of Dead oder Idlewild aufgefallen sein könnte, die sie als Support-Act begleiteten. (more…)

Zebrahead - Mfzb

Montag, den 1. März 2004

Crossover ist tot? Von wegen! Zebrahead vermischen Rock, Metal, Funk, Punk und HipHop, als würden sie noch in den 90er-Jahren leben, und liefern ganz nebenbei 15 großartige Hymnen mit Langzeitwirkung ab. Etwas härter und mit weniger California-Sunshine-Appeal als auf den fabelhaften Vorgängerwerken Waste Of Mind und Playmate Of The Year entfachen die Zebraköpfe ein Stilmix-Feuerwerk, das eher mit begnadeten Melodien und satter Rock-Power als mit spektakulären Effekten überzeugt.

Mitsing-Sensationen wie “Over The Edge”, “Hello Tomorrow” oder “Runaway” klingen wie vielseitigere Blink-182 unter Starkstrom. (more…)