Monatsarchiv für April 2004

Neil Young - Greendale

Freitag, den 2. April 2004

Die Idee, die hinter Greendale steckt, scheint auf den ersten Blick nicht zu Neil Youngs besten zu gehören: ein schrulliges Konzeptalbum, das Youngs liebevolle Darstellung einer amerikanischen Kleinstadt — betulich, spießig und gelegentlich auch fremdenfeindlich — mit gut gemeinter, aber oberflächlicher Propaganda gegen die Industrie und für Umweltschutz verbindet.

Derart klare inhaltliche Vorgaben haben Young selten gut getan; im Vergleich zu der Oköhymne “Be The Rain” etwa war “After The Goldrush” ungleich tiefgründiger. (more…)

The Strokes - Room on Fire

Donnerstag, den 1. April 2004

Dem New Yorker Scheppersound aus der Garage bleibt das Post-Grunge-Quintett auf dem zweiten Album Room On Fire treu, er klingt dichter, aber auch irgendwie rumpeliger. Velvet-Underground-Akkorde werden ebenso zitiert, wie skelettierte Reggae-Rhythmen. Julian Casablancas singt gegen das hämmernde Metronom-Schlagzeug und die Gitarrenübermacht an, als müsse er Löcher in die Monotonie schlagen.

Mal geht das in Richtung CBGBs-Garagenrock der Achziger, etwa auf “What Ever Happened?”, mal britischen Punk-Reggae mit “Automatic Stop” und dem schon fast poppigen “Between Love & Hate”. (more…)