Danzig - Danzig 777: I Luciferi

Auch auf dem siebten Album des Schinkengotts halten sich Licht und Schatten wieder die Waage. Während ein Song wie “Black Mass” dem Hörer dank Glenn Danzigs nach wie vor einzigartiger Stimme irgendwo zwischen Elvis Presley, Roy Orbison und Metal-Gesang sowie dank der satten Gitarren-Riffs eine wohlige Gänsehaut beschert, nerven die beiden nachfolgenden Nu-Metal-Anbiederungen “Wicked Pussycat” und “God Of Light” gewaltig — bevor “Liberskull” dann wieder in den von den Alben zwei bis vier gewohnten und von den Fans geliebten Danzig-Gewässern schippert und das ruhig beginnende, sich immer weiter steigernde “Dead Inside” sogar ein echtes Highlight markiert.

Dieses Auf und Ab zieht sich wie ein roter Faden durch die Platte und dürfte es so manchem Alt-Fan eher schwer machen, die Scheibe uneingeschränkt in sein dunkles Herz zu schließen. Wer hingegen keinerlei Probleme mit dem offensichtlichen Schielen des Altmeisters auf die Trends des neuen Millenniums hat, wird wohl relativ leicht Zugang zu dem “neuen” Danzig finden.

Ziemlich beschämend ist allerdings, dass es Meister Danzig offenbar sogar nötig hat, bei musikalischen Dünnbrettbohrern wie Marilyn Manson zu klauen: Vergleicht mal deren “The Beautiful People” mit Danzigs “Kiss The Skull”. –Andreas Stappert

  • 1. Unendlich
  • 2. Black Mass
  • 3. Wicked Pussycat
  • 4. God Of Light
  • 5. Liberskull
  • 6. Dead Inside
  • 7. Kiss The Skull
  • 8. I Luciferi
  • 9. Naked Witch
  • 10. Angel Blake
  • 11. The Coldest Sun
  • 12. Halo Goddess Bone
  • 13. Without Light, I Am
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