Monatsarchiv für Oktober 2004

Living Things - Black Skies in Broad Daylight

Donnerstag, den 28. Oktober 2004

Falsche CD eingelegt? Falsches Booklet in den Händen? Die Living Things klingen auf Black Skies In Broad Daylight teilweise so frappierend nach Monster Magnet, dass man sich ein wenig im verkehrten Film wähnt — allerdings in einem ziemlich angenehmen. Hauptgrund für die Parallelen zu Dave Wyndorfs Monstermagneten sind die in tiefen Lagen sehr betörende Stimme von Sänger/Gitarrist Lillian Berlin und die rotzrockig nach vorne gedroschenen Riffs, die nur ein Ziel kennen: möglichst jedes Körperteil zum Vibrieren zu bringen. (more…)

Crosby Stills Nash & Young - Deja Vu/Remaster

Mittwoch, den 27. Oktober 2004

Weniger als ein Jahr war seit ihrem bahnbrechenden Erstling erst vergangen, schon kehrten CSN, diesmal mit Stephen Stills altem Mitstreiter und Rivalen bei Buffalo Springfield, Neil Young, zum Quartett erweitert zurück. Das Ergebnis ist eine weniger dichte, dafür beweglichere Musik. Neil Young bewegt sich durch die himmlischen Harmonien dieses wohl besten Barbershop-Trios aller Zeiten, wie die Fliege durch die Suppe. (more…)

Our Lady Peace - Gravity

Montag, den 25. Oktober 2004

Seit mehreren Jahren beobachten wir nun Our Lady Peace. Ihre weit gespannten Melodien und ihre großartigen Riffs haben uns nur selten enttäuscht. Gleichzeitig ahnten wir aber schon immer, dass noch so viel mehr in dieser Band steckte. Mit Gravity liefert das Quartett aus Toronto nun endlich sein großes Rock-Album. (more…)

morrissey - under the influence

Montag, den 25. Oktober 2004

Nein, mit Under The Influence liegt kein neues Morrissey-Album im CD-Player. Das mal vorweg. Under The Influence ist der Start einer gleichnamigen Compilation-Reihe — Konzept: Musiker stellen die Stücke zusammen, die sie am stärksten beeinflusst haben. Im Fall des ehemaligen Smiths-Frontmanns ist eine überraschende, spannende Mischung quer durch den Gemüsegarten herausgekommen: Obskurster Cajun (Sundown Playboys), 50ies-Rock’n'Roll (Nat Couty), Psychedelic (Diana Dors) und Reggae (The Cats), aber auch (etwas weniger überraschend) Punk und New Wave (Ramones, New York Dolls, Sparks, Patti Smith) waren Ideengeber für den Mann, der es wie kein anderer verstand, Teenager-Melancholie in den 80er-Jahren eine Stimme zu verleihen. (more…)

Archive - Unplugged

Montag, den 25. Oktober 2004

Mit Unplugged untermauern Archive zum wiederholten Mal ihre stilistische Vielfältigkeit. Gehörten die Briten 1996 mit dem feinen Album Londinium noch ins TripHop-Lager, waren sie spätestens mit You All Look The Same To Me zum Progressiv-Rock übergelaufen. Noise zementierte diesen Wandel, und genau dieses Album bildet das Fundament von Unplugged, das Resultat unzähliger Akustik-Shows. (more…)