Living Things - Black Skies in Broad Daylight
Falsche CD eingelegt? Falsches Booklet in den Händen? Die Living Things klingen auf Black Skies In Broad Daylight teilweise so frappierend nach Monster Magnet, dass man sich ein wenig im verkehrten Film wähnt — allerdings in einem ziemlich angenehmen. Hauptgrund für die Parallelen zu Dave Wyndorfs Monstermagneten sind die in tiefen Lagen sehr betörende Stimme von Sänger/Gitarrist Lillian Berlin und die rotzrockig nach vorne gedroschenen Riffs, die nur ein Ziel kennen: möglichst jedes Körperteil zum Vibrieren zu bringen. Songs wie “Bombs Below” oder “March In Daylight” sind ultrafette Heavy-Rock-Granaten, die in jedem Stadion bestehen könnten, und auch der Rest des kurz und kompakt gehaltenen Dutzends lässt den ausgestreckten Daumen nach oben zeigen. Im weiteren Verlauf der Scheibe relativieren sich dann auch die Monster-Magnet-Vergleiche. Das aus St. Louis stammende Brüdertrio lässt neben Straßenrock-Vibes durchaus auch mal College-Rock-Roots und punkige Einflüsse von der Leine, und auch wenn nicht jeder Song mit einem ganz großen Refrain aufwarten kann, dürfte die von Nirvana-Produzent Steve Albini abgemischte Platte jedem Freund handgemachter, straighter Rockmusik ohne Abstriche gefallen. –Michael Rensen
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