Queensryche - Tribe
Auch beim neuen Queensryche-Langeisen Tribe werden sich die Geister wieder scheiden. Fans, die schon seit Jahren auf die Fortsetzung des Progressive-Meilensteins Operation: Mindcrime warten, werden ebenso enttäuscht sein, wie die Anhänger der ersten beiden, noch sehr metallastigen Scheiben.
Tribe musikalisch einzuordnen ist eine sehr knifflige Aufgabe, da sich die Mannen aus Seattle einmal mehr auf den unterschiedlichsten, musikalischen Pfaden bewegen. Los geht es mit dem hervorragenden, etwas düsteren Rocker “Open”, der locker auch auf Alben wie Empire oder Promised Land bestehen würde, und jeden Freund der früheren Queensryche überzeugen wird. Aber bereits ab dem zweiten Stück greifen die Jungs um Frontmann Geoff Tate wieder sehr tief in die Experimentierkiste und geben sich bis zum Schluss sehr vielschichtig und abwechslungsreich. Ob ruhige, akustische Nummern oder die von den letzten Alben gewohnten Alternative-Klänge — Tribe hat alles im Programm.
Insgesamt betrachtet fällt auf, dass die CD sehr rhythmusorientiert ausgefallen ist und weniger von den Melodien lebt. Unbestritten ist Tribe ein sehr interessantes und handwerklich sehr gutes Album geworden, doch ob sich Queensryche damit die Herzen ihrer früheren Anhänger zurückerobern werden, darf bezweifelt werden. Hier ist der obligatorische, persönliche Hörtest mehr als angebracht. –Armin Schäfer
CD 1
- 1. Open
- 2. Losing myself
- 3. Desert dance
- 4. Falling behind
- 5. The great divide
- 6. Rhythm of hope
- 7. Tribe
- 8. Blood
- 9. The art of life
- 10. Doin’ fine
- 1. Open
- 2. Losing myself
- 3. Desert dance
- 4. Falling behind
- 5. The great divide
- 6. Rhythm of hope
- 7. Tribe
- 8. Blood
- 9. The art of life
- 10. Doin’ fine
- 11. Desert dance (Live Performance Video)
- 12. Photo gallery
CD 2
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