Death Cab for Cutie - Plans

Im Jugendzimmer vom leicht weichlichen, verbal genialen Seth Cohens hängt seit Ewigkeiten ein Poster von Death Cab For Cutie. Der junge Star aus der Kultserie The O.C. (bei uns O.C., California, eine große Hilfe für Death Cab in Sachen Karrieresprung) hat Geschmack und auch nach Plans keinen Grund, das gute Stück von der Wand zu holen. Wo andere Bands ihr Pulver nach ein, spätestens zwei Platten verschossen haben und allzu schnell Geschichte werden, da geht das 1997 in Bellingham / Washington gegründete Quartett andere Wege: Sie werden immer besser! Was auch daran liegt, das DCFC erstmals zwei Alben, also Transatlanticism und Plans in gleicher Besetzung eingespielt haben und zwar auf einer Farm in Massachusetts. Das Mehr an Konzentration und das Weniger an Ablenkung hat die Songs noch kompakter, noch erwachsener werden lassen, auch der Wechsel nach vier Alben für das Indie-Label Barsuk zu einer großen Plattenfirma bleibt ohne hörbare Folgen. Auffällig unauffällig sind die elf Midtempo-Tracks ausgefallen und doch von immenser Schönheit, Bittersüße, Intimität, Wärme und Zartheit, ohne in ein Coldplay’sches Jammertal zu fallen. Die nach Seattle übergesiedelten DCFC treffen mehr die Sadcore-Stimmungen der Red House Painters oder Low, vor allem aber treffen sie auf dem ruhigen Rock-Album Plans stets den richtigen Ton.–Sven Niechziol

  • 1. Marching Bands of Manhattan
  • 2. Soul Meets Body
  • 3. Summer Skin
  • 4. Different Names for the Same Thing
  • 5. I Will Follow You into the Dark
  • 6. Your Heart Is an Empty Room
  • 7. Someday You Will Be Loved
  • 8. Crooked Teeth
  • 9. What Sarah Said
  • 10. Brothers on a Hotel Bed
  • 11. Stable Song
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