Monatsarchiv für September 2005

Element of Crime - Mittelpunkt der Welt

Freitag, den 30. September 2005

Sportlich war er nie, der Herr Regener. Das mag einen in Berlins Chi-Chi-Kneipen leicht den Ruf eines alten Sacks eintragen, in Delmenhorst freilich interessiert es keine Sau, ob man Sport treibt. Die Disziplinen, um die es hier geht, die sozusagen diesmal den Mittelpunkt der Regnerschen Welt definieren, heißen: durch Kindheitserinnerungswälder streifen, orangenen Helden der Entsorgung zuschauen und Rekorde im Vergessen von Exfreunden aufstellen. (more…)

Robbie Williams - Intensive Care

Mittwoch, den 28. September 2005

Robbie Williams ist ein Phänomen. Kein anderer Pop-Künstler bewegt die Gemüter in den letzten Jahren ähnlich stark wie der am 13. Februar 1974 geborene Sänger, dem es immer von neuem gelingt, sich neu zu erfinden und doch ganz der Alte zu bleiben. Intensive Care ist mitnichten eine blasse Kopie vorangegangener Werke. (more…)

Neil Young - Tonight S the Night

Mittwoch, den 28. September 2005

Bis 1975 hatte Neil Young einige der besten Rock-Hymnen der Rockgeschichte geschrieben. Aber ab dem langsamen, Spannung aufbauenden Piano-Opener von “Tonight’s the Night” driftete er ab ins Düstere, und die Folk-Country-Melodien von Crazy Horse nahmen einen gutturalen Sound an, der letztendlich Generationen von Punk- und Grunge-Musikern ansprechen sollte. (more…)

System of a Down - Hypnotize

Mittwoch, den 28. September 2005

Obwohl Hypnotize in einem Aufwasch mit dem Vorgängeralbum Mezmerize aufgenommen wurde, ist die Scheibe alles andere als eine halb gare Resteverwertung.

Schon der ultraschnelle, brutale Opener “Attack” lässt sämtliche Kritiker verstummen, und Ohrwürmer wie “Kill Rock ´N Roll” und “Holy Mountains” machen deutlich: Hypnotize ist Energie pur, ein ebenso aggressiver wie melodischer Soundtrip, der das Schwindel erregend hohe Niveau von Mezmerize fast durchgehend halten kann. (more…)

System of a Down - Mezmerize

Mittwoch, den 28. September 2005

Die Herren von SOAD schütteln sich auf Mesmerize pro Song mehr Ideen aus den armenischen Ärmeln als die meisten Bands in ihrem Gesamtwerk. Dabei gibt es auch noch viel zu Lachen, ordentlich Systemkritik und unglaubliche musikalische Meisterleistungen an den Instrumenten. Seit Zappa selig ist diese Kombination nicht mehr vernommen worden.

Der Albumtitel ist nicht schlecht gewählt, denn die Band hält einen tatsächlich gebannt vor den Boxen fest, voller Neugier, was für ein schräger Break ihnen als nächster einfällt. (more…)