the Zutons - Tired of Hanging Around
Mit Tired of Hangin’ Around übertreffen die Zutons, die Senkrechtstarter aus Liverpool, ihr Debütalbum: Die neuen Songs strahlen Selbstbewusstsein aus und belegen das Talent der Band für R&B der alten Schule, weißen Soul und herrlich kratzige Saxofonparts, wie man sie seit den Specials selten gehört hat. Vielleicht wird jetzt klarer, warum die Zutons ein breiteres Publikum ansprechen als The Coral oder die Bandits: Hier wird kein bizarrer Piratenrock inszeniert; die Songs der Zutons sind alle fest im Hier und Jetzt verwurzelt. Bei „It’s the Little Things We Do“ etwa kann man sich förmlich vorstellen, wie Frontmann Dave McCabe von einem Barhocker zum nächsten wankt und größere Geldbeträge durchbringt, und „Valerie“, eine Grußbotschaft an eine Ex-Freundin, erinnert an den abgerissenen Charme und die Unbeschwertheit der Faces in ihrer Glanzzeit. Stark verbessert hat sich Abi Hardings Saxofonspiel, zu dem nun übermütig-schräge Einwürfe ebenso gehören wie feinfühlige, jazzige Nuancen („You’ve Got a Friend in Me“). McCabes soulige Stimme wird gekonnt unterstützt durch den Harmoniegesang der restlichen Bandmitglieder, der erfrischenderweise selbst der hektischsten Schrammelpunk-Einlage eine leicht varieteeartige Dramatik verleiht. Man hört der Band an, dass sie sich enorm weiterentwickelt hat. –Louis Pattison
Tags: the Zutons








