The Whitest Boy Alive - Dreams

Dreams ist eine dieser Platten, die einem übel begonnenen Tag noch eine Wendung zum Guten geben. Für den Autor dieser Zeilen begann ein Tag im Frühseptember 2006 mit dem verzweifelten Versuch, ein Art-Rock-Monstrum namens Amputechture von den eigentlich geschätzten Mars Volta zu besiegen. Ein aussichtsloser Kampf, der mit einem zerfetzten Nervenkostüm und Kopfschmerzen endete. Dann kam der Whitest Boy Alive mit einem völlig legitim Dreams tituliertem Album Sogleich stellte sich das Gefühl ein, eine All-Inklusive-Pille mit schmerzlindernden, glückselig machenden und relaxierenden Wirkstoffen eingeschmissen zu haben.

Verantwortlich für diesen Stimmungsumschwung ist Erlend Oye. Der genrewuselige Tausendsassa aus Norwegen findet auf diesem in seiner Wahlheimat Berlin zusammen mit Marcin Oez aufgenommenen Album einen goldenen Mittelweg zwischen seinen eher elegischen, zartbesaiteten Gitarrenpop-Songs und den tanzbaren Elektroniksachen. Mit kleinem Instrumentarium - einer kristallklar gespielten Gitarre, einem dezent funky groovendem Bass und sehr auf Rhythmuslinie gehaltenem Schlagzeug - gelingt The Whitest Boy In Town zehn nahtlos ineinander greifende Songs. Die sind sehr transparent gehalten, wohltuend sparsam arrangiert und so lässig runtergespielt, dass mit ihnen ihre unterschwellige Traurigkeit wegen der leuchtenden Schönheit gar nicht anmerkt. –Sven Niechziol

  • 1. Burning
  • 2. Golden Cage
  • 3. Fireworks
  • 4. Done With You
  • 5. Don’t Give Up
  • 6. Above You
  • 7. Inflation
  • 8. Figures
  • 9. Borders
  • 10. All Ears
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