Monatsarchiv für August 2006

Therapy? - Never Apologise Never Explain

Donnerstag, den 24. August 2006

“Niemals entschuldigen, niemals erklären” - selten traf ein Albumtitel so perfekt ins Schwarze. Therapy? verabschieden sich endgültig von allen kommerziellen Ambitionen, weigern sich gleichzeitig aber auch, als reinrassige Noise-Rock-Kapelle abgestempelt zu werden.

Die Nordiren haben ihre Standortbestimmung abgeschlossen und fühlen sich in ihrem neuen Metier pudelwohl. (more…)

Johnny Cash - Presents a Concert Behind Prison Walls

Donnerstag, den 24. August 2006

Johnny Cash ist und bleibt wahrscheinlich der Künstler, der am häufigsten Aufnahmen in Gefängnissen gemacht hat. Auf dieser Platte bietet er den Insassen des Staatsgefängnisses in Nashville an einem Nachmittag des Jahres 1976 ein wahres Fest. Dazu lädt der Mann in Schwarz einige Freunde zum Mitmachen ein. (more…)

Bob Dylan - Modern Times

Mittwoch, den 23. August 2006

Fünf Jahre hat uns Bob Dylan auf neue Songs warten lassen und währenddessen mit allerlei Aufnahmen aus den Bootleg Series und der Neverending Tour bei Laune gehalten. Jetzt endlich legt Dylan ein souveränes, wundervolles Alterswerk vor, das sehr sehr nahe an die allerbesten Alben seiner langen Karriere heranreicht. (more…)

Lambchop - Damaged

Dienstag, den 22. August 2006

Lambchop befinden sich mit Damaged weiterhin auf der Mission, der Countrymusik ein anderes Gesicht zu geben. Schritt für Schritt vorwärts läuft dieser von Mastermind Kurt Wagner eingeleitete Prozess nun seit dem 1994er Debüt I Hope You’re Sitting Down ab. Auch wenn sich die vielköpfige Band aus Nashville / Tennessee in der Entwicklung bis zu ihrem nun schon zehnten Werk - Aw C’mon und No, You C’mon einzeln gezählt und das Outtakes-Album The Decline Of The Country & Western Civilization mit eingerechnet - manchmal seit- oder auch rückwärts bewegte, so bleibt die Erkenntnis: Lambchop bleiben einzigartig. (more…)

Pearl Jam - Pearl Jam

Montag, den 21. August 2006

Auf ihrem achten Album reflektieren Pearl Jam so pointiert wie nie zuvor die oft ohnmächtige Wut der amerikanischen Linken über die Bush-Regierung - und ein paar richtig gute Lieder laufen nebenbei auch noch mit.

Songtitel wie “Life Wasted”, “World Wide Suicide” oder “Army Reserve” sprechen eine überdeutliche Sprache: Pearl Jam verurteilen den Irakkrieg und seine Initiatoren, und sie tun es nicht platt oder destruktiv, sondern mit Weitsicht und um Toleranz fremden Kulturen gegenüber bemüht. (more…)