Monatsarchiv für September 2006

The Datsuns - Smoke & Mirrors

Freitag, den 29. September 2006

Auf ihren ersten beiden Alben rockten die Datsuns zwar mitreißend und sprühten nur so vor Ideen, verloren sich aber auch streckenweise in lärmigen Nichtigkeiten. Smoke & Mirrors zeigt die Neuseeländer spürbar gereift, ohne dass sie ihren sympathischen Straßen-Charme abgelegt haben.

Im Gegensatz zu den Vorgängerwerken entstand Smoke & Mirrors in ruhiger Umgebung und ohne Zeitdruck, was man den zehn Songs deutlich anhört. (more…)

Juliette & the Licks Lewis - Four on the Floor

Freitag, den 29. September 2006

Noch krachiger, noch kompromissloser, noch schonungsloser - Juliette Lewis verzichtet auf ihrer dritten Scheibe ganz auf dezente Zwischentöne und brüllt sich in zehn schmerzhaft harten Songs die Seele aus dem zarten Leib.

Eine Hollywood-Elfe ist Lewis nie gewesen. Auch wenn sie in frühen Filmen und Serien wie Hilfe, es weihnachtet sehr oder Meine Stiefmutter ist ein Alien wie das liebe, nette Mädchen von nebenan rüberkam - spätestens ihre Rollen in Natural Born Killers und From Dusk Till Dawn sowie ihre jahrelange Kokainabhängigkeit zerstörten das Bild vom Vorzeige-Püppchen. (more…)

Porcupine Tree - In Absentia

Dienstag, den 26. September 2006

Porcupine Tree sind der beste Beweis dafür, dass man progressiven Rock auch ohne allzu offensichtliche 70er-Retro-Anleihen spielen kann. In Absentia ist eines der grandiosesten Genre-Alben der letzten 20 Jahre und dürfte der Band endgültig zum lange überfälligen Durchbruch verhelfen.

Im Vergleich zu den etwas poppiger ausgerichteten Vorgängern Stupid Dream und Lightbulb Sun klingt das erste Majorlabel-Album der Briten in jeder Hinsicht extremer: Die harten, fast schon metallischen Riff-Passagen krachen heftiger denn je, die düsteren Parts sorgen für intensive Gänsehaut-Attacken und die psychedelischen Feeling-Traumreisen erinnern an Frühwerke wie Signify.

Steven Wilson und Co. (more…)

Ben Harper - Live from Mars

Freitag, den 22. September 2006

Der Sänger und Songschreiber aus Claremont, Kalifornien, absolviert im Jahr durchschnittlich bis zu 200 Liveshows. Was lag also näher, als die eindringliche Atmosphäre dieser Konzerte endlich auf einem Live-Longplayer zu verewigen. Ben Harper hat sich für die Zusammenstellung dieses Doppelalbums 500 verschiedene Aufnahmen angehört und davon die besten Tracks ausgewählt. (more…)

Bonnie Prince Billy - The Letting Go

Montag, den 18. September 2006

Seit den frühen 90er veröffentlicht der in Tennessee lebende Will Oldham Platten unter eigenem Namen oder als Palace, Palace Brothers, Palace Songs und natürlich Bonnie „Prince“ Billy. Dazu kommen Kollaborationen mit Johnny Cash, Silver Jews, Current 93, Tortoise, Björk oder den Turin Brakes, was sich zu einem makellosen Gesamtwerk addiert. (more…)