Monatsarchiv für November 2006

Incubus - Light Grenades

Dienstag, den 28. November 2006

Für ihr sechstes Album haben sich Incubus ungewöhnlich viel Zeit genommen. Das Resultat ist ein im Vergleich zu den letzten CDs etwas strukturierteres, aber mindestens genauso unberechenbares und innovatives Album voller warmer Vibes und wunderschöner Melodien.

Zum ersten Mal in ihrer Karriere schrieben sich die amerikanischen Avantgarde-Rocker eine Scheibe nicht innerhalb weniger Wochen von der Seele, sondern ließen die Songs über einen längeren Zeitraum reifen, bevor sie sie mit Top-Producer Brendan O’Brien (Pearl Jam, Audioslave, Red Hot Chili Peppers, Soundgarden) aufnahmen. (more…)

Olli Schulz & der Hund Marie - Warten auf Den Bumerang

Freitag, den 24. November 2006

Schluss mit lustig, wäre nicht ganz wahr. Immerhin reimt und singt Olli Schulz und der Hund Marie auf der neuen LP Warten auf den Bumerang auch Launiges wie „Kleine Meise, großes Herz“ zum Krach einer Tuba. Aber ansonsten sind die Stand-Up-Musiker auf ihrem dritten Album so direkt und klar wie nie, was nicht nur für die oftmals besinnlichen Texte, sondern auch die Musik gilt. (more…)

The Doors - L. A. Woman

Montag, den 20. November 2006

Im Winter 1970 sind die Doors keinen Pfifferling mehr wert. So scheint es zumindest: Nach Jims Blackout in Miami ist kein Konzertveranstalter mehr bereit, das personifizierte Chaos in seinen Club zu holen. Die Band ist zerstritten, Morrison alkoholabhängig und obendrein weigert sich Paul Rothchild, ihr langjähriger Produzent, das kommende Album zu betreuen. (more…)

Neil Young - After the Gold Rush

Freitag, den 17. November 2006

Nachdem Neil Young in der Gruppe von Buffalo Springfield und bei Crosby, Stills, Nash & Young nicht ganz glücklich wurde, traf er mit seinem dritten Album schließlich doch noch den richtigen Ton, falls man sein einschmeichelndes, etwas disharmonisches Wimmern als den richtigen Ton bezeichnen kann. Er spricht gleichermaßen leidenschaftlich gern in Rätseln (kann eigentlich irgend jemand erklären, was die Zeile “We´ve got mother nature on the run” aus dem Titelsong bedeutet?) und übt gezielten Protest (auch nach 30 Jahren Rockmusik im Radio besticht “Southern Man” immer noch mit seiner Wahrheit über Redneck-Rassismus). (more…)

Neil & Crazy Horse Young - Rust Never Sleeps

Freitag, den 17. November 2006

Neil Young hat viele Live-Alben aufgenommen, aber keines zeigt seine beiden musikalischen Persönlichkeiten so deutlich wie Rust Never Sleeps aus dem Jahre 1979. Der Teil, der auf der Vinylscheibe die erste, akustische Seite war, wird mit “My, My, Hey, Hey (Out of the Blue)” eröffnet, eine vernichtende Hymne über den Zustand des Rock’n'Roll. (more…)