Jamiroquai - High Times: Singles 1992-2006
Rundum gelungen ist das erste Best-Of-Album, welches die mittlerweile vierzehn Jahre andauernden Musik-Karriere des Jamiroquai-Kreativen John Kay beleuchtet. Die 18 Groove-Kompositionen umfassende Werkschau ist chronologisch aufgebaut und enthält die wichtigsten Songs aus fünf Alben plus zwei brandneuen Liedern. Komprimierter geht’s nicht!
Was der Anlass für die Veröffentlichung dieser CD mit dem etwas irreführend Titel war (es sind nicht sämtliche Singles in den fast eineinhalb Jahrzehnten berücksichtigt, denn das wären insgesamt 28 Stück gewesen!), sei dahingestellt. Einerseits hieß es, dass Kays Vertrag mit Sony BMG nach acht CDs auslaufen und von ihm nicht verlängert werden würde, andererseits ließ der Künstler auf seiner Homepage verlautbaren: “Ich habe ein Kapitel meiner Karriere abgeschlossen und will das nächste aufschlagen. Die neuen Songs klingen ganz anders. Deshalb macht es Sinn, an diesem Zeitpunkt die Greatest-Hits-Compilation herauszubringen!”
Die Resümee-Disc jedenfalls wartet zum Auftakt mit jener Single auf, die im Oktober 1992 den Stein in’s Rollen brachte und ihm den umfangreichen Plattendeal bescherte: When You Gonna Learn?. Dieses Lied und drei weitere von seinem Debüt Emergency On Planet Earth (1993) geben einen guten Eindruck der für John Kay typischen Fusion aus Siebziger Soul, Funk, Disco, Acidjazz und House samt seiner stark an Stevie Wonder erinnernden Stimme. Danach folgt Space Cowboy aus The Return Of…, dem Silberling des Jahres 1994. Travelling Without Moving (1996), auf dem der Sportwagenfanatiker die Soul-/Disco-Melange um Pop erweiterte und damit Jamiroquai den internationalen Durchbruch bescherte, ist anhand dreier Titel präsent. Anschließend zwei Kostproben aus Synkronized (1999): Deeper Underground vom Godzilla-Soundtrack sowie das in den Filmen Center Stage (2000) und Napoleon Dynamite (2004) eingesetzte Canned Heat. Der turbogeladene Funk- und Disco-Mix auf A Funk Odyssey aus dem Jahr 2001 ist durch drei Tracks vertreten. Ebenso viele (inklusive “Feels Just Like It Should” aus dem FIFA `06-Soundtrack) repräsentieren die stilistisch besonders vielseitige Dynamite (2005). Bevor 70 Minuten 31 Sekunden ausklingen, gibt es noch die Neukompositionen Runaway (im Siebziger-Jahre-Disco-Flair pulsierend) und der Space-Rockfunk Radio, mit denen die Sechs von Jamiroquai ihre spezielle Dancemusic-Variante innovativ-modern fortführen. Thomas Hammerl
Tags: Jamiroquai








