Lee Hazlewood - Cake Or Death

Das neuste und nach eigenen Aussagen wohl auch letzte Hazlewood-Album trägt den dunkel-humorigen Titel Cake Or Death, denn einer der letzten großen Songwriter leidet im alter von 77 Jahren unheilbar an Krebs. Trotz seiner Medikamentenabhängigkeit ist dem lange in Schweden lebenden, nun ins wärmere Las Vegas umgezogene Mann mit dem subtilen Humor ein großer Wurf gelungen. Der Arrangeur Hazlewood, 1929 während der fürchterlichen, „Dust Bowl“ genannten Staubstürme in Oklahoma geboren, wandert noch mal stolz durch sein stilistisches Œuvre. Dazu hat er ein paar Freunde und alte Wegbegleiter mitgenommen: die Gitarristen Al Casey (Johnny Cash, Beach Boys), Duane Eddy (Neil Diamond) und Richard Bennett (Mark Knopfler, Billy Joel), viele aus dem Jazz kommende Künstler aus seiner Zeit in Skandinavien und Bela B. von den Ärzten. Gemeinsam wurden alte Hits („These Boots Are Made For Walking“, „Some Velvet Morning“) wie Neukompositionen eingespielt, die nie das alte, vertraute Stammesgebiet des orchestraler, barocker Country-Pop mit Rock & Roll-Elementen verlassen. Cake Or Death ist Vermächtnis, ein klassisches Pop-Album, wie es nur noch wenige hinbekommen. Wer behauptet, alles und jeder ist ersetzbar, der spinnt! –Sven Niechziol

  • 1. Nothing
  • 2. Baghdad Knights
  • 3. Please come to Boston
  • 4. She’s gonna break some heart tonight
  • 5. Sacrifice
  • 6. Fred Freud
  • 7. The First Song of the Day
  • 8. It’s nothing to me
  • 9. Anthem
  • 10. White people thing
  • 11. Boots (Original Melody)
  • 12. Some Velvet Morning
  • 13. T.O.M. (The Old man)
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