Happy Mondays - Uncle Dysfunktional
In die nach unten unbegrenzt offene Comeback- und Reunionliste tragen sich nun auch die 1992 aufgelösten Happy Mondays ein. In den 80er gehörte die Band um Shaun Ryder neben den Stone Roses zu den Helden der englischen Rave-Szene. Schon bemerkenswert, wie die alten Recken aus „Madchester“ - so ein Name für ihre Heimatstadt Manchester - auf Uncle Dysfunktional drogengeschwängerte, unwiderstehliche Dance-Rhythmen, Alternative-Rock und Funk in den Griff bekommt. Anscheinend haben die unzähligen, vor Jahrzehnten geschluckten Ectasy-Pillen einen angenehmen, extrem verspäteten Flashback, der ihnen damals wohl auch den gegensätzlichen Namen vom Boomtown-Rats-Hit „I Don’t Like Mondays“ gab, hervorgerufen. Selbst wenn dieses erste Album der Happy Mondays nach 15 Jahren nicht mehr den vollen „Pills & Thrills“ genannten Effekt hervorruft, Neo-Raver wie Klaxons oder Shitdisco frischer daher kommen, servieren die auf ein Trio abgespeckten Happy Mondays noch ein paar phatte Beats. Gerade „Anti Warhole On The Dancefloor“, „Angles And Hores“ oder „Jellybean“ machen die lange Unterbrechung vergessen.
–Sven Niechziol
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