the Coral - Roots and Echoes

Mit Roots & Echoes erkunden The Coral unbekannte Gewässer. Drehte sich vor nicht allzu langer Zeit noch alles um Aussätzige, Seemannslieder und Selbstmord in Einsamkeit, so erzählt der Nachfolger des 2005 erschienenen Albums The Invisible Invasion eine andere Geschichte. Das neue Werk wurde auf persönlichen Wunsch der Gebrüder Gallagher im Heimstudio von Oasis in Buckinghamshire aufgenommen und präsentiert eine Band, die sich von ihren finsteren Stimmungen so gut wie befreit hat. Stattdessen hat man sich darauf konzentriert, eine Platte mit ansprechend warmem, klassischem Sound zu machen. Natürlich kommt die Band nicht umhin, ab und zu beklommen von erlebten Tragödien zu berichten: Am Schluss von “Remember Me”, einem schwermütigen Lied über eine einseitige Liebesbeziehung, stellt der Sänger James Skelly zu Gitarrenjaulen und letzten Schlagzeugattacken fest, dass seine Angebetete einen Ring trägt. Schön aufgenommene Stücke, die mit Soul der alten Schule (”Put the Sun Back”) ebenso aufwarten wie mit teilakustischem Bossa nova (”Not So Lonely”) und Doors-artigen Orgeleinlagen (”She’s Got a Reason”), beweisen jedenfalls (auch wenn daran ohnehin keine Zweifel mehr bestanden), dass die Band mehr Potenzial hat, als zur gelegentlichen Produktion von kernigen Shantys nötig ist. Kurz gesagt: The Coral klingen reifer. Wahrscheinlich werden manche Fans, die die alten Piratenabenteuer vermissen, nun enttäuscht von Bord gehen. Sie werden einiges Gute verpassen. –Louis Pattison

  • 1. Who’s Gonna Find Me
  • 2. Remember Me
  • 3. Put The Sun Back
  • 4. Jacqueline
  • 5. Fireflies
  • 6. In The Rain
  • 7. Not So Lonely
  • 8. Cobwebs
  • 9. Rebecca You
  • 10. She’s Got A Reason
  • 11. Music At Night
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