Archiv des Tags ‘Neil Young’

Neil Young - After the Gold Rush

Freitag, den 17. November 2006

Nachdem Neil Young in der Gruppe von Buffalo Springfield und bei Crosby, Stills, Nash & Young nicht ganz glücklich wurde, traf er mit seinem dritten Album schließlich doch noch den richtigen Ton, falls man sein einschmeichelndes, etwas disharmonisches Wimmern als den richtigen Ton bezeichnen kann. Er spricht gleichermaßen leidenschaftlich gern in Rätseln (kann eigentlich irgend jemand erklären, was die Zeile “We´ve got mother nature on the run” aus dem Titelsong bedeutet?) und übt gezielten Protest (auch nach 30 Jahren Rockmusik im Radio besticht “Southern Man” immer noch mit seiner Wahrheit über Redneck-Rassismus). (more…)

Neil Young - Tonight S the Night

Mittwoch, den 28. September 2005

Bis 1975 hatte Neil Young einige der besten Rock-Hymnen der Rockgeschichte geschrieben. Aber ab dem langsamen, Spannung aufbauenden Piano-Opener von “Tonight’s the Night” driftete er ab ins Düstere, und die Folk-Country-Melodien von Crazy Horse nahmen einen gutturalen Sound an, der letztendlich Generationen von Punk- und Grunge-Musikern ansprechen sollte. (more…)

Neil Young - Prairie Wind

Montag, den 26. September 2005

Annähernd 40 Alben hat der Kanadier Neil Young seit seinem Ausstieg bei Buffalo Springfield 1968 in regelmäßigen Abständen eingespielt. Seinen 60. Geburtstag feiert der Elder Statesman des Country-Folk-Rock am 12. November 2005 Jahre und veröffentlicht mit Prairie Wind fast zeitgleich ein sehr warmes, intimes und musikalisch sehr konservatives Album, das einen langanhaltenden Trend fortsetzt: Neil Young kehrt dem Rock auf seinen Studiowerken immer mehr den Rücken zu. (more…)

Neil Young - Greatest Hits

Montag, den 21. Februar 2005

Neil Young, der etwas krachiger zu Werke gehende Seelenverwandte Bob Dylans, ist der K”nig des minimalistischen Intellektuellen-Bluesrock. Greatest Hits vereint 16 seiner wichtigsten Songs.

Der Schwerpunkt des Albums liegt auf den frhen Solowerken des gebrtigen Kanadiers. Von Everybody Knows This Is Nowhere (ï69), After The Gold Rush (ï70) und Harvest (ï72) sind jeweils drei Kompositionen vertreten, darunter so unsterbliche Hits wie “Cinnamon Girl”, “Only Love Can Break Your Heart” und “The Needle And The Damage Done”. (more…)

Neil Young - Greendale

Freitag, den 2. April 2004

Die Idee, die hinter Greendale steckt, scheint auf den ersten Blick nicht zu Neil Youngs besten zu gehören: ein schrulliges Konzeptalbum, das Youngs liebevolle Darstellung einer amerikanischen Kleinstadt — betulich, spießig und gelegentlich auch fremdenfeindlich — mit gut gemeinter, aber oberflächlicher Propaganda gegen die Industrie und für Umweltschutz verbindet.

Derart klare inhaltliche Vorgaben haben Young selten gut getan; im Vergleich zu der Oköhymne “Be The Rain” etwa war “After The Goldrush” ungleich tiefgründiger. (more…)